Kommunikation

  • Fragen, Anregungen, Probleme?
  • Kontaktieren Sie uns!
    Gern telefonisch während unserer Bürozeiten - oder per email.
  • ayurveda telefon
    (+41) 41 820 55 44
  • ayurveda email
    Nachricht direkt aus der Website an uns senden.

Aktuelles

Abendkurs "Gewürze & Kräuter"
Am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 18.30 Uhr findet unser Abendkurs «Gewürze & Kräuter» statt. In diesem Kurs lernen Sie einfach und schnell, wie Sie mit Kräutern und Gewürzen rezente und süsse S...
Details >>>

Wer rastet, der rostet

WechseljahreLaut WHO ist Rheuma ein Überbegriff für Erkrankungen der Bewegungsorgane und wird als Volkskrankheit Nr.1 angesehen. Der Begriff Rheuma stammt aus dem griechischen und bedeutet «fliessender Schmerz».
Gelenkprobleme betreffen Millionen Menschen, besonders diejenigen, die das 50. Lebensjahr überschritten haben. Für diese Art der Beschwerden gibt es viele Gründe, z.B. Übergewicht, eine erbliche Vorbelastung, Stress, falsche Ernährung und Überbeanspruchung. Personen, die viele Stunden in einer einseitigen Haltung arbeiten und zu wenig körperliche Bewegung haben, dazu Raucher sind und eine träge Verdauung haben, begünstigen die Erkrankung.
Der Ayurveda versucht, die Störung in den Doshas und Subdoshas zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Aus ayurvedischer Sicht gibt es zwei Hauptursachen für Gelenkprobleme:

Erstens: Schlecht genährte Gelenke, schwache Gelenke oder eine geringe Knochendichte. Die Beschwerden beginnen meist mit dem Knacken der Gelenke. Diesen ersten Anzeichen sollte man bereits Aufmerksamkeit schenken, denn sie können zu Einschränkungen der Beweglichkeit führen. Die Knochen erhalten nicht die notwendige Ernährung, die Folge ist eine zunehmende Degeneration des betroffenen Gelenks.

Zweitens: Der Körper hat ein Übermass an Stoffwechsel-Toxinen (Ama) angesammelt, die sich in den Gelenken festsetzen und sie schwer und steif werden lassen. Wenn dieser Zustand andauert, können Gelenke schmerzhaft anschwellen und sich entzünden. In der Regel werden die Beschwerden schlimmer bei feucht-kaltem Wetter.

Vata-Gelenkprobleme:
Wenn Vyana-Vata (ein Aspekt von Vata), der für Kreislauf und Nerven zuständig ist, aus dem Gleichgewicht gerät, haben wir es mit der ersten Art der Gelenkprobleme zu tun. Die Blutzirkulation, der Stoffwechsel und die Fähigkeit, die Nahrung richtig zu verwerten, sind geschwächt. 
Das Knochengewebe wird nicht genügend ernährt und beginnt sich zurückzubilden.
Diese Faktoren haben eine austrocknende Wirkung auf Shleshaka-Kapha, ein Aspekt von Kapha, der für die Schmierung der Gelenke sorgt. Die beginnende Austrocknung, Bewegungsmangel und falsche Ernährung haben besonders bei älteren Menschen extrem negative Auswirkungen. Das Vata-Element nimmt im Alter bekannterweise zu und trägt zum Abbau des Knochengewebes bei. Es ist deshalb wichtig, die Versorgung und Beweglichkeit der Gelenke bis ins hohe Alter zu erhalten, um Osteoporose vorzubeugen. Regelmässe Ölmassagen helfen, dass die Gelenke elastisch bleiben.
 

Eine Vata-reduzierende Ernährung ist ebenfalls empfehlenswert:
Alle sechs Geschmacksrichtungen sollten im Essen vorhanden sein –  um Vata zu beruhigen, bevorzugt man jedoch süss, sauer und salzig.

Morgens:

  • ein gedünsteter Apfel mit Trockenpflaumen und Feigen –> regt die Verdauung an
  • oder süsse, saftige, reife Früchte


Mittags:

  • Quinoa, Amaranth, Roggen, Basmatireis – immer mit etwas Ghee zubereiten
  • Mung-Dal Suppe
  • frisch gekochtes Gemüse wie Krautstiel, Spinat, Wurzelgemüse, grüne Bohnen, Süsskartoffeln, Spargel, Zucchini, ab und zu auch Brokkoli und Rosenkohl, mit etwas Ghee verfeinern.


Als kleiner Snack am Nachmittag:

  • süsses, reifes Obst oder Säfte wie Ananas, Mangos, Orangen, Pfirsiche, Aprikosen, Trauben, Kirschen und Feigen

Abends:

  • frisch zubereitete Gemüsesuppe, Knäckebrot
  • keine schwerverdaulichen Speisen wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Käse

Allgemein:

  • Kalzium ist wichtig, deshalb ab und zu ein Glas Milch trinken, aber nicht kalt und nicht zum Essen
  • Eine zusätzliche Nahrungsergänzung z.B. Joint Soothe ist empfehlenswert
  • Tägliche Ölmassagen mit geeigneten Kräuterölen lindern die Beschwerden, z. B. Yogeshwar- , AyurFlex- oder Pinda Öl.
  • Trinken Sie schluckweise heisses, abgekochtes Wasser über den Tag verteilt.


Ama-Gelenkprobleme

Eine geschwächte Verdauungskraft (Agni), führt zu Abfallprodukten des Stoffwechsels (im Ayurveda Ama genant). Vata, das Bewegungs-Prinzip, befördert Ama in den Dickdarm. Wenn Ama nicht vollständig ausgeleitet wird, sammelt es sich an und lagert sich in den schwächeren Bereichen des Körpers ab. Toxine unterschiedlicher Art blockieren die Shrotas (Kanäle der Mikrozirkulation) und setzen sich in Gelenken und Sehnen fest.
Je nachdem, wo Ama sich ansammelt, sind verschiedene Dhatus (Körpergewebe) beteiligt und verursachen die unterschiedlichsten Beschwerden.
Das Erkennungszeichen sind meist schwere, steife Gelenke, besonders bei feucht-kaltem Wetter. Wird dieser Zustand nicht behoben, entzünden sich die Gelenke und sind schmerzhaft, weil Ama den freien Fluss von Energie und Information blockiert.
Die Besserung und Heilung kann erfolgreicher voranschreiten, wenn bestimmte Verhaltens- und Ernährungsregeln beachtet werden. (siehe oben)


Ama Pachana Wasser

Zur Ausleitung von Ama kann Ama-Pachana Wasser hilfreich sein, wenn man es regelmässig trinkt.

Zubereitung:

  • Bringen Sie 2 Liter Wasser zum Kochen
  • Geben Sie anschliessend 2 -3 Scheiben frischen Ingwer,
  • ¼ TL Kreuzkümmel 
  • ¼ TL Fenchel,
  • 2 Körner schwarzen Pfeffer 
  • 2 frische Minzblätter dazu 
  • Lassen Sie das Ganze für ca. 10 Minuten ziehen.
  • Füllen Sie das Wasser in eine Thermoskanne und trinken Sie es schluckweise über den Tag verteilt.

Die hier angeführten Ernährungsempfehlungen sind allgemein anzusehen, da der Ayurveda-Therapeut sie nach Art der Dosha-Störung individuell anpasst.
So braucht der Pitta-Typ, der zu entzündeten Gelenken neigt, eine andere Behandlung als der Kapha-Typ, dem Wärme immer gut tut. Pitta-Beschwerden benötigen eher kühlende - keine kalten! - Massnahmen im Vergleich zu Vata oder Kapha.


Meiden Sie in Ihrer Ernährung möglichst:

  • koffeinhaltige Nahrungsmittel und Getränke
  • nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Auberginen und Tomaten
  • Schokolade, Alkohol, Nikotin
  • Tiefkühlkost
  • Industriezucker
  • Konservierungsstoffe
  • aufgewärmte, saure Speisen und Früchte
  • Sauermilchprodukte, alten Käse


Ayurveda Produkte bei Gelenkbeschwerden

Für jede Art von Gelenkbeschwerden sind Mineralien, wie z.B. Selen, Kupfer, Zink und Eisen sowie die Vitamine C und E empfehlenswert. Ayurvedische Nahrungsergänzungen wie Maharishi Amrit Kalash PasteAyur Flex Tabletten, Weihrauch-Präparate sowie passende Guggulu-Kombinationen können helfen, Beschwerden zu lindern. Triphala Plus regt den Stoffwechsel und die Ausscheidungsfunktionen an.
Hierzu berät Sie am effektivsten Ihr Ayurveda Arzt oder -Therapeut.

Zur Massage der betroffenen Gelenke eignet sich Pinda Öl, das die Rückfettung der Gelenke unterstützt und Ayur Flex Kräuteröl.
Sehr hilfreich sind regelmässige sportliche Aktivitäten, Yoga-Übungen wie der Sonnengruss, flotte Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen, Wandern. Früh zu Bett und früh aufstehen sind ebenfalls ein Teil der Therapie, denn vor 6 Uhr morgens hat die Kapha Zeit noch nicht begonnen, die den Stoffwechsel wieder träger werden lässt.

Idealerweise führt man einmal im Jahr eine Panchakarma-Kur durch, die Ama ausleitet und die Zirkulationskanäle öffnet. Information finden Sie unter www.ayurveda-seelisberg.ch