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Weihrauch – ein königliches Geschenk

In der Weihnachtsgeschichte bringen die drei Könige aus dem Morgenland dem neugeborenen Christkind neben Gold und Myrrhe wertvollen Weihrauch als Gabe mit. Im Ayurveda wird insbesondere Boswellia serrata (indischer Weihrauch) seit Jahrtausenden hoch geschätzt…

  • Boswellia serrata (Latein)
  • Indischer Weihrauch (Deutsch)
  • Shallaki (Sanskrit)

Der 1,5 bis 8 m hohe Weihrauchstrauch oder -baum wächst in trockenen Gegenden Indiens. Zwischen kargen Felsen und Klippen gedeiht er bis auf eine Höhe von 1200 m. ü. M. 

Die knorrigen Äste verfügen über eine Rinde, die papierartig abblättert, und lange Blütentrauben schmücken den Strauch. 

Boswellia serrata ist eine ganz besondere und seit Jahrtausenden sowohl in östlichen als auch in abendländischen Kulturen hoch verehrte Heilpflanze. Als Weihrauch wird das erstarrte Harz bezeichnet, das aus dem austretenden Pflanzensaft gewonnen wird. In der christlichen Weihnachtsgeschichte bringen die drei Könige aus dem Morgenland dem neugeborenen Christkind neben Gold und Myrrhe wertvollen Weihrauch als Gabe mit. Und auch heute kennen wir den unverkennbar schweren und süsslichen Weihrauchduft in Kathedralen, Kirchen und Kapellen.

Bereits die Ägypter schätzten Weihrauch für medizinische Zwecke ebenso wie die griechischen Ärzte Galen und Hippokrates. Auch in der westlichen Medizin wird der indische Weihrauch (Olibanum indicum, Shallaki) für die Behandlung entzündlicher und rheumatischer Beschwerden zunehmend eingesetzt.

Über das ausserordentlich breite Anwendungsspektrum von Shallaki wussten selbstverständlich auch ayurvedische Ärzte schon vor Jahrtausenden Bescheid. Bereits damals wurde das Weihrauchharz u.a. bei entzündlichen Krankheiten, rheumatischen Beschwerden, Tumoren, Atemwegs- und Hautkrankheiten therapeutisch eingesetzt.

Neben dem bekannten Harz werden die Rinde und das ätherische Öl von Boswellia serrata verwendet.

Ayurvedische Eigenschaften

  • Geschmack (Rasa): süss, scharf, bitter
  • Eigenschaft (Guna): schwer, ölig (gemäss anderer Quelle: leicht, trocken)
  • Wirkkraft (Virya): erhitzend
  • Geschmack nach der Verdauung (Vipaka): süss, scharf
  • Mentale & spirituelle Wirkung (Sattwa, Rajas, Tamas): vermehrt Sattwa
  • Vermehrt Ojas (feinste Lebensenergie)

Wirkung auf die Doshas

  • Gleicht Vata aus, verringert Pitta und Kapha

Quellen: Schrott/Ammon: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin, Springer Verlag; Zoller/Nordwig: Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin, Narayana Verlag

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