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Salbei – trägt Heilung bereits im Namen

Salvia officinalis L. (Latein)
Salbei, EchterSalbei, Gartensalbei (Deutsch)
Salbia sefkuss (Hindi)

Als unverzichtbare Pflanze im Kräutergarten wird der echte Salbei mit seinen grün-grauen, flaumig behaarten Blättern seit Jahrtausenden als Gewürz- und Heilpflanze hochgeschätzt. Der wärmeliebende, rund 60 cm hohe verholzte Salbeistrauch aus der grossen Familie der Lippenblütler stammt aus dem Mittelmeerraum, ist aber an geschützten Lagen oder auf dem Balkon auch bei uns zuhause.

Salvia officinalis trägt ihre Heilkraft schon im Namen: «Salvia» geht auf den lateinischen Ursprung «salvare» zurück, was «heilen» bedeutet. Und in der englischen Übersetzung wird der Salbei als «sage» («weise» und «klug») bezeichnet.

In der klassischen ayurvedischen Literatur wird Salbei nicht beschrieben; hingegen ist er in der Indian Materia Medica zu finden. Hippokrates, dem eine enge Verbindung zur Ayurvedamedizin nachgesagt wird, sowie unzählige Kräuterkundige der Volksmedizin haben seit Generationen auf die heilenden Kräfte dieser Pflanze vertraut.

Salbei ist u.a. bekannt für seine entzündungshemmenden Wirkungen. Ein frisches Blatt in der Backentasche ist hilfreich bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich.

Die frischen und getrockneten Salbeiblätter werden als Küchengewürz und Teeaufguss verwendet.

Ayurvedische Eigenschaften

  • Geschmack (Rasa): scharf, bitter, herb
  • Eigenschaft (Guna): leicht
  • Wirkkraft (Virya): erhitzend
  • Geschmack nach der Verdauung (Vipaka): scharf
  • Stärkt Agni (Stoffwechselenergie)

Wirkung auf die Doshas:

Gleicht Vata und Kapha aus, erhöht Pitta (wenn im Übermass verwendet)

Quellen: Schrott/Ammon: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin, Springer Verlag; Zoller/Nordwig: Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin, Narayana Verlag; Wikipedia