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Minze - Lat.: Mentha

Die Minze geh√∂rt zur Familie der Lippenbl√ľtler. Es gibt viele verschiedene Sorten, allen voran die Pfefferminze (Mentha piperita), die mit ihrem pfeffrigen Aroma erfrischt und belebt. Sie enth√§lt mehr Menthol und Carvon (Bestandteil √§therischer √Ėle) als andere Minzearten.

Minze gibt es schon seit dem Altertum, aber ihre urspr√ľngliche Herkunft kann nicht mehr genau bestimmt werden. Da sie schon sehr lange kultiviert wird, ist die Stammpflanze unbekannt. In den gem√§ssigten Klimazonen Nordeuropas und Asiens gedeihen auch die Ackerminze (Mentha arvensis), die Gr√ľne Minze (Mentha viridis) und die Krauseminze (Mentha crispa), weil sie feuchte, halbschattige Pl√§tze bevorzugen. Die Marokkanische Minze, Spearmint, Nana Minze und viele weitere Sorten werden auch in Afrika und anderen heissen Regionen erfolgreich angepflanzt.

Die Minze wird 30 ‚Äď 60cm hoch und bildet zahlreiche ober- und unterirdische Ausl√§ufer. Die Bl√ľten zieren die Pflanze von Juli bis September und sind rosa bis lilafarben, die Bl√§tter gez√§hnt. Diese werden kurz vor der Bl√ľte geerntet, um die beste Qualit√§t zu erzielen. Die Herbsternte enth√§lt einen schw√§cheren Anteil √§therischer √Ėle.

Aufg√ľsse mit Pfefferminze helfen bei gew√∂hnlichen Erk√§ltungskrankheiten wie Halsschmerzen, Laryngitis und unterst√ľtzen die Verdauung.

Ein h√∂herer Wirkstoffgehalt von mindestens 1,2 Prozent √§therisches √Ėl wird in Pr√§paraten ben√∂tigt, die den Gallenfluss anregen und Magen-Darm-Beschwerden lindern sollen.

Besonders hilfreich ist Pfefferminze als Tee oder Aromaöl auch bei Kopf- und Nervenschmerzen oder bei Migräne.

Minze hat eine entspannende und entz√ľndungshemmende sowie eine entkrampfende und beruhigende Wirkung (bes. mentha viridis). Aufgrund ihrer √§therischen Natur kann die Minze helfen, psychische oder emotionale Verspannungen zu l√∂sen.

Minze wird auch als¬†Gew√ľrzkraut¬†vielen Speisen und Salaten zugef√ľgt und ist in B√ľscheln aufgeh√§ngt auch hilfreich bei der Insektenabwehr.

Die Bl√§tter der Minzen sind entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) √ľberwiegend¬†scharf und leicht k√ľhlend. ¬†

Die Geschmacksrichtung scharf fördert die Verdauung, den Appetit und regt den Kreislauf an. Die Ansammlung von Schlackenstoffen wird vermindert.

Minze wirkt ayurvedisch gesehen:

  • Vata ausgleichend, im √úbermass jedoch erh√∂hend
  • Pitta reduzierend
  • Kapha reduzierend

W√§hrend der Schwangerschaft und f√ľr Babys ist Minze nicht empfohlen.