Kommunikation

  • Fragen, Anregungen, Probleme?
  • Kontaktieren Sie uns!
    Gern telefonisch während unserer Bürozeiten - oder per email.
  • ayurveda telefon
    (+41) 41 820 55 44
  • ayurveda email
    Nachricht direkt aus der Website an uns senden.

Aktuelles

Abendkurs "Gewürze & Kräuter"
Am Mittwoch, 6. Februar 2019 um 18.30 Uhr findet unser Abendkurs «Gewürze & Kräuter» statt. In diesem Kurs lernen Sie einfach und schnell, wie Sie mit Kräutern und Gewürzen rezente und süsse S...
Details >>>

Leichte ayurvedische Frühjahrsküche

Die drei Doshas Vata, Pitta, Kapha finden sich nicht nur in unserem Körper, sondern im gesamten Kosmos. Zu den verschiedenen Tages- und Jahreszeiten sind die Doshas unterschiedlich aktiv und beeinflussen uns massgeblich. Entsprechend sollten wir unsere Routine und Ernährung gestalten.

Der Frühling, der im März beginnt, ist vom Kapha Dosha geprägt. Gemeinhin sprechen wir davon, dass uns die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit befällt. Obwohl die Tage wieder länger und wärmer werden, fühlen wir uns oft müde, träge, antriebslos. All dies sind Symptome des vorherrschenden Kaphas. Zudem haben wir über den Winter im Körper Kapha angesammelt. Dies ist ein natürlicher Prozess, denn im Winter benötigt der Körper das Kapha, um sich vor Kälte und Kräfteverfall zu schützen.  Gleichzeitig haben wir jedoch durch reichhaltiges Essen und zu wenig Bewegung zu viel ungesundes Kapha aufgebaut.

Diesem erhöhten Kapha können wir nun im Frühjahr durch eine leichte, kapha-reduzierende Ernährung und körperliche Aktivität entgegenwirken. So kommt der Stoffwechsel wieder in Schwung und die Verdauung funktioniert wieder besser. 
 

Allgemeine Empfehlungen für eine leichte Ernährung

In einer ayurvedischen Mahlzeit sollten zwar unabhängig von den vorherrschenden Doshas alle sechs Geschmacksrichtungen – süss, sauer, salzig, herb (zusammenziehend), bitter und scharf – enthalten sein, damit sie ausgleichend und sättigend wirkt. Doch wird für eine kapha-reduzierende Ernährung besonders die scharfe, bittere und zusammenziehende Geschmacksrichtung empfohlen, denn sie regen Agni (das Verdauungsfeuer) an und helfen, Kapha auszugleichen. Die Geschmacksrichtungen süss, sauer und salzig hingegen sollten reduziert werden, da sie Kapha im Körper erhöhen.


Desweiteren sind für eine kapha-reduzierende Ernährung leichte, trockene und wärmende Nahrungsmittel optimal, denn sie verhelfen dem phlegmatischen Kapha-Organismus zu neuer Energie und Kraft. Als allgemeine Ernährungsempfehlung gilt, dass man nur essen sollte, wenn man Hunger verspürt. Erst dann ist die vorherige Mahlzeit verdaut und der Körper bereit für eine neue Nahrungsaufnahme. Vermeiden Sie wenn möglich Zwischenmahlzeiten.

Heisses Wasser –
so wird's gemacht

  • 1-2 Liter gutes Wasser aufkochen und mindestens 10 Minuten lang köcheln lassen (ohne Deckel).
  • In eine Thermoskanne füllen und tagsüber alle 30 Minuten 2-3 Schlucke (oder mehr) so heiss wie möglich trinken.
  • Diese Kur sollte mindestens 7 Tage durchgeführt werden.


Essen oder trinken Sie nichts Kaltes. Der Ayurveda empfiehlt besonders in der Kapha-Jahreszeit die Heisswasser-Trinkkur. Sie können dem heissen Wasser ein, zwei Scheiben frischen Ingwer hinzufügen. Die frische Ingwerwurzel schmeckt scharf und eignet sich sehr gut als natürliches Entschlackungsmittel. Der Stoffwechsel wird angeregt und die Leberfunktion wird gestärkt. 

Reduzieren Sie im Frühjahr tierische Eiweisse oder verzichten Sie ganz darauf. Diese sind schwer verdaulich und wirken verschleimend (= Kapha erhöhend). Ersetzen Sie die tierischen Eiweisse durch pflanzliche. Insbesondere Mungbohnen sind sehr leicht verdaulich, geben ein angenehmes Sättigungsgefühl und haben zudem eine Zusammensetzung an Aminosäuren, die der des menschlichen Körpers sehr ähnlich ist. Weitere Informationen zu Mungbohnen finden Sie hier.


Empfohlene Nahrungsmittel

Getreide

Reduzieren Sie allgemein die Menge an Getreide, sei es in Form von Brot, Beilagen zu den Hauptmahlzeiten oder als Getreidebreie.
Pasta ist auch aus Getreide gemacht und sollte daher genauso gemieden werden.

Bevorzugen Sie: Gerste, Hirse, Mais, Buchweizen
Reduzieren Sie: Weizen und Reis
 

Gemüse

Nehmen Sie vorrangig Gemüse mit bitterem, zusammenziehendem und scharfem Geschmack in den Speiseplan auf. Dazu zählen alle grünen Gemüse wie Brokkoli, Kefen, grüne Bohnen, Spinat, Krautstiel, Federkohl, sowie Endivien, Stangensellerie, Rettich, Randen, Karotten, Fenchel
Reduzieren Sie: Kürbis, Süsskartoffeln, Kartoffeln, Gurke, Pastinaken

Hülsenfrüchte

Abgesehen von Sojabohnen und den daraus herstellten Produkten, wie Tofu, Sojamehl oder auch Sojamilch, können Sie alle Hülsenfrüchte essen. Tofu enthält zwar wertvolles Eiweiss, gehört jedoch zu den schwer verdaulichen Lebensmitteln und sollte im Frühjahr oder allgemein bei einer kapha-reduzierenden Ernährung weggelassen werden.
 

Früchte

Geniessen Sie Früchte mehrheitlich gekocht oder gedünstet. Verfeinern Sie das Kompott mit Gewürzen wie Zimt, Vanille, frischem Ingwer und Kardamom.
Bevorzugen Sie Früchte wie: Äpfel, Birnen, Papaya, Granatapfel, Preiselbeeren.
Reduzieren Sie Mango, Avocado, Banane, Kokosnuss, Datteln, Feigen.
 

Milchprodukte

Wie bereits oben erwähnt, empfiehlt der Ayurveda, im Frühling möglichst auf tierische Eiweisse verzichten. Wenn Sie Milch vertragen, können Sie gelegentlich ein Glas warme Milch mit Gewürzen trinken. Jedoch ausserhalb der Mahlzeiten.

Zum Kochen und Dünsten ist Ghee in kleinen Mengen empfehlenswert.