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Kokospalme - Lat.: Cocos nucifera

Schon allein der Name vermittelt automatisch die Vorstellung von weissem Strand und t├╝rkisblauem Wasser. Die Kokospalme ist ein tropisches Gew├Ąchs, das bereits seit 3000 Jahren haupts├Ąchlich in Indien, Indonesien und den Philippinen angebaut wird. Die Kokosnuss z├Ąhlt zu den Steinfr├╝chten und ist trotz ihres hohen Fettgehalts ein nahrhaftes, ballaststoffreiches Nahrungsmittel.

Die St├Ąmme k├Ânnen bis zu 30 m hoch wachsen. Den Schopf bilden ca. dreissig ausladende Palmwedel. Wenn oben ein neues Blatt herausw├Ąchst, f├Ąllt unten eins ab, sodass sich nach und nach der narbige Stamm bildet. Nach sechs Jahren bekommt die Palme zum ersten Mal Bl├╝ten und sie kann bis zu 120 Jahre alt werden. Sie liefert dann etwa 50 ÔÇô 80 reife Kokosn├╝sse pro Jahr. Kokospalmen sind eine hervorragende Rohstoffquelle, denn alle Teile k├Ânnen vielseitig genutzt werden, Kokosfett, -milch und -wasser f├╝r Nahrung, das Holz und die Bl├Ątter zum Bauen, die Fasern f├╝r K├Ârbe und Matten. Sie sind f├╝r viele Kleinbauern die Lebensgrundlage.

Obwohl die Kokospalme extreme Bedingungen verkraftet wie sandigen Boden, Salzwasser und starke Winde, ben├Âtigt sie doch konstant warme Temperaturen von durchschnittlich 27┬░ und viel Sonne. Die Niederschlagsmenge sollte bei 1200 bis 2000 mm pro Jahr liegen. Frostige Temperaturen ├╝bersteht sie meist nicht. Weil Kokosn├╝sse gut schwimmen, konnten sie sich durch Meer- und Flusswasser sehr gut verbreiten und haben sich an Orten angesiedelt, lange bevor der Mensch sie dorthin bringen konnte.

Zur Ernte werden oft speziell abgerichtete Affen oder sogenannte Palmkletterer angelernt, daher wird darauf geachtet, dass die Palme nicht h├Âher als dreissig Meter w├Ąchst. Wichtig f├╝r eine hohe Qualit├Ąt ist die schnelle Verarbeitung der Kokosn├╝sse nach der Ernte. Das ├ľffnen der N├╝sse, das Sch├Ąlen, Zerkleinern und Auspressen sollte kurz nacheinander erfolgen.

40 - 50 % der Fetts├Ąure im Kokos├Âl ist die Laurins├Ąure, welche Zellen vor Krankheitserregern sch├╝tzt. Ausserdem enth├Ąlt die Fl├╝ssigkeit wertvolle Fols├Ąure, Zink, Kupfer und Selen. Natives Kokos├Âl beh├Ąlt bis zu 24┬░ C seine feste Struktur und wird dann fl├╝ssig. Da es hoch erhitzbar ist, kann es zum Kochen und Braten verwendet werden.

Das Fett der Kokosnuss besteht aus mittelkettigen Fetts├Ąuren, die schnell in Energie umgewandelt und nicht als Depot im Gewebe eingelagert werden.

Kokosfett wirkt

  • normalisierend auf den S├Ąuregehalt des Magens
  • leistungssteigernd, appetitanregend, n├Ąhrend, fettabbauend
  • reinigend f├╝r Mund und Z├Ąhne, blutstillend
  • leicht abf├╝hrend
  • revitalisierend auf Haut und Haar
  • heilend bei Sonnenbrand
  • k├╝hlend als Massage├Âl in der Pitta-Zeit oder f├╝r Pitta-Typen
  • regulierend auf das Cholesterin

Laut Ayurveda verringert der Gebrauch der Kokosnuss Vata und Pitta. ├ťbrigens spannend zu wissen: Kokosmilch ist k├╝hlend, getrocknete Fr├╝chte wirken dagegen erhitzend