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Kleine Pflanzenkunde - Salbei (Salvia officinalis)

Salbei – Salvia officinalis – ein wahrer Alleskönner

Der Name kommt vom Lateinischen salvare und bedeutet heilen oder gesund sein.
Im englischen heisst er sage was weise oder klug heisst.
In überlieferten medizinischen Schriften aus dem Mittelalter wurden die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Salbei wie folgt gelobt: «Wer auf Salbei baut, den Tod kaum schaut.»

Diese überzeugte Aussage zeigt den hohen Stellenwert, den diese Pflanze schon seit Tausenden von Jahren in allen Volksmedizinen einnimmt. Er wurde fast wie ein Allheilmittel verehrt. Besonders gute Wirkungen werden ihm zur Verbesserung des Gedächtnisses und der Stimmung nachgesagt. Forschungen haben gezeigt, dass er Antioxidantien enthält, welche die Schädigungen der Körperzellen durch die freien Radikale abmildern.

Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, er gedeiht aber auch in Ungarn, Frankreich, Deutschland, den USA und natürlich in vielen heimischen Gärten.
Der Echte Salbei ist ein Strauch, der ca. 60 - 80 cm hoch wächst mit einer verholzten Basis. Seine Blätter sind krautig, blassgrün und auf der Oberseite mit einem haarigen Flaum bedeckt. Die Blüten haben eine zartviolette Farbe, können aber auch weiss oder zartrosa sein. Salbei ist eines der Kräuter, das auch nach dem Trocknen sein würziges Aroma behält. Er gehört zur Familie der Lippenblütler und es gibt fast 500 verschiedene Sorten von Salbei, die aber nicht alle zum Verzehr geeignet sind.

Der Salbei gilt auch als Zauberpflanze ersten Ranges und wird noch heute zum Räuchern, zur Klärung der Atmosphäre oder zur Insektenvertreibung gebraucht.
Salbei kann als Tee aufgegossen werden und im Handel sind zahlreiche Fertigpräparate in Tropfenform, als Elixier, Pastillen oder Cremes erhältlich. Bei Kindern und Jugendlichen sollte man darauf achten, dass nur Salbeizubereitungen mit niedrigem Thuyon Gehalt verwendet werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Die wohltätigen Wirkungen sind so vielfältig, dass man den etwas bitteren Geschmack gern in Kauf nimmt.
Auch als Aromaöl werden verschiedene Sorten Salbei angeboten. Neben Salbei officinalis gibt es auch Salbei lavandulifolia, der aus Spanien stammt, Salbei triloba oder griechischer Salbei, Salbei stenophylla aus Südafrika, der auch Blue Mountain Sage genannt wird und den lieblich duftenden Muskatellersalbei (Salvia sclarea), der bei PMS und Wechseljahrbeschwerden gute Dienste leistet.

Salbei wird in den klassischen Ayurveda Texten nicht erwähnt, in der Indian Materia Medica, die schon Hippokrates seinerzeit verwendete, ist er jedoch aufgeführt.

Salbei ist hilfreich bei

  • Erkältungen, Halsschmerzen, Gingivitis, Entzündungen im Rachen- und Mundbereich
  • Husten und Bronchitis
  • übermässiger Schweiss- und Schleimbildung
  • Völlegefühl, Blähungen, Magenbeschwerden, Gallenschwäche
  • übermässiger Milchbildung bei stillenden Frauen
  • nervösen Störungen, emotionalen Beschwerden wie PMS oder andere Frauenbeschwerden
  • Gedächtnisverlust
  • schlechter Laune


Er wirkt:

  • nervenberuhigend
  • entstauend, heilend, hauterneuernd
  • zusammenziehend, krampflösend, entzündungshemmend
  • antibakteriell, antiviral
  • belebend, regenerierend
  • stimmungsaufhellend


Laut Ayurveda ist die Geschmacksrichtung scharf, bitter und herb, seine Eigenschaft erhitzend, Agni stärkend.
Er wirkt Kapha reduzierend und austrocknend (sekrethemmend). Da Salbei erwärmt, beruhigt er Vata, aber im Übermass kann er Pitta erhöhen.