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Madhunashini – Gymnema sylvestre

Hindi: Gurmar
Gurmar wie die Pflanze in Hindi heisst, wächst in den Wäldern Indiens, Afrikas und Australiens. Der Name bedeutet «Zerstörer von Zucker» und die Blätter, Samen und Wurzeln werden im Ayurveda seit Jahrhunderten wegen ihrer Auswirkungen auf den Blutzucker verwendet. Sie gehört zu den Seidenpflanzengewächsen und ist eine holzige Kletterpflanze.

Medizinische Studien haben gezeigt, dass die Blätter einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerhaushalt haben und bei der Regenerierung der Bauchspeicheldrüse helfen können. Es findet eine Belebung der insulinproduzierenden Beta-Zellen im Pankreas statt, wodurch die körpereigene Insulinproduktion angeregt wird. Indische Forscher haben festgestellt, dass der Transport von Glukose aus der Nahrung vom Dünndarm in den Blutkreislauf unterbunden wird. Dies trifft allerdings nur auf Menschen mit Diabetes zu.

Bei Gesunden senkt sich der Blutzuckerspiegel jedoch nicht.

Gurmar hilft nachweislich gegen Heisshunger auf Süsses und allgemein gegen Esslust, sodass auch ein Einfluss auf das Gewicht nachgesagt wird. Es unterstützt die Leber und die Nieren und wirkt als Fettverbrenner. Auch der Cholesterinspiegel und die Triglyceride sollen reguliert werden.

Für die verschiedenen Anwendungsgebiete, die zum grossen Teil auf Erfahrungen aus ayurvedischen und chinesischen Naturheilkunde beruhen, gibt es in der westlichen Medizin bisher wenige wissenschaftliche Studien.

Die einzigartige Zusammensetzung der Wirkstoffe von Gymnema sylvestre (Gurmar) ist in keinem anderen Obst oder Gemüse zu finden.

Die enthaltene Gymnemasäure besteht aus neun Glycosiden, die den süssen Geschmack einer Speise neutralisieren.

Weitere Inhaltsstoffe sind u. a. Buttersäure, Ameisensäure, Weinsäure, Aminosäuren wie Adenin, Betain, Cholin und Alpha-Chlorophyll.

Zusätzlich besteht die Pflanze aus

  • Luteolin – gelber Pflanzenfarbstoff, gehört zu den Flavonen, wirkt antioxidativ und entzündungs-hemmend
  • Lupeol – gehört zu den Triterpenen, soll positiv auf die Pankreaszellen wirken
  • Phytosterine – regulieren Fettaufnahme und Cholesterin
  • Anthrachinone - regulieren die Verdauung, hilft bei Verstopfung

Neben der aussergewöhnlich positiven Wirkung auf den Blutzucker,

  • wirkt Gurmar bei Husten, stärkend auf das Immunsystem
  • appetitanregend, leberstimulierend, adstringierend, entwässernd
  • antioxidativ
  • energievermehrend auf die Zellen

Laut Ayurveda wird Kapha ausgeglichen, Vata beruhigt. Der Geschmack ist bitter und herb, die Wirkung erhitzend und der Geschmack nach Verdauung scharf.