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Bitter ist besser

Im Ayurveda gibt es sechs Geschmacksrichtungen, genannt Rasa. Der Geschmack bezieht sich jedoch nicht nur auf den Gaumen und die Zunge, sondern auch auf die Reaktion der Nahrung im sauren Bereich des Magens. Weizen schmeckt nicht unbedingt süss, aber seine Interaktion mit dem Magenmilieu macht ihn süss.

Unsere Ernährung besteht heute hauptsächlich aus süss und salzig. Dies führt auf die Dauer zu Übersäuerung des Körpers. Eine ganzheitliche Ernährungsweise beinhaltet im Idealfall alle sechs Geschmacksrichtungen. Im Ayurveda gilt der bittere Geschmack als Gegenpol zum süssen und kann dem Verlangen nach süssen Nahrungsmitteln entgegenwirken und die Bildung von Basen im Körper fördern. Die Abwesenheit von Bitterstoffen in der Ernährung trägt wahrscheinlich zu vielen Gesundheitsstörungen wie Sodbrennen, Blähungen, Magen-, Leber- und Gallebeschwerden bei, denn das Verdauungssystem kann ohne Bitterstoffe nicht einwandfrei funktionieren.

Bitter wirkt grundsätzlich appetitanregend, blutreinigend, entzündungshemmend, Giftstoffe und Wasser ausleitend, Parasiten abtötend, Fettgewebe reduzierend und Leber entstauend.

Eine ausgewogene Mahlzeit sollte deshalb auch bittere und herbe Geschmäcker enthalten, besonders wenn man Pitta und Kapha im Gleichgewicht halten will. Um die Information an den Körper weiterzuleiten, helfen schon geringe Mengen Kurkuma, Basilikum, Bockshornklee, Thymian, Oregano, Muskatnuss, Löwenzahn oder Brennessel.

Jede bittere Pflanze besitzt ausserdem ihren eigenen Wirkungsbereich, z. B. hat Kalmus eine wohltuende Wirkung auf den Magen, Mariendistel eher auf die Leber und Löwenzahn aktiviert die Nierentätigkeit. Bitterstoffe sind also für eine Entschlackungsphase im Frühjahr genau die richtigen Helfer.

Da bitter die Eigenschaften kalt, trocken und rau hat, wird Vata-Dosha erhöht. Ein Übermass an Bitterstoffen kann bei Vata-betonten Menschen den Körper austrocknen und die Energie schwächen, deshalb sollte der Vata-Typ den bitteren Geschmack immer zusammen mit etwas süssem verzehren, z.B. Milch, Sharkara-Zucker oder Honig.

Die sechs Rasas:

Madhura = süss

Kohlehydrate, Zucker, Eiweiss, Fett – aufbauend, nervenstärkend

Elemente Wasser und Erde.

Amla = sauer

organische Säuren wie Zitrone – reinigt das Gewebe, erhöht die Aufnahme von Mineralien

Elemente Wasser und Feuer.

Lavana = salzig

Steinsalz –

stimuliert die Verdauung, verbessert den Geschmack, schmiert das Gewebe

Elemente Erde und Feuer.

Katu  = scharf

ätherische Öle in Kräutern und Gewürzen –

regt Verdauung und Stoffwechsel an

Elemente Feuer und Luft

Tikta = bitter

Alkaloide, Glycoside –

u.a. entgiftend, entschlackend, appetitanregend

Elemente Luft und Äther

Kashai  = zusammenziehend, herb

Tannine –

strafft das Gewebe, leitet überschüssiges Fett und Wasser aus

Elemente Luft und Erde


Nahrungsmittel mit bitterem Geschmack:

Bittermelone, Krautstiel, Rosenkohl, Chicoree, Artischocken, Endiviensalat, Nüsslisalat, Spinat, weisser Spargel, Rucola, Radiccio, Aubergine

Kurkuma, Kreuzkümmel, Basilikum, Brennessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Wermut, Oregano, Muskatnuss, Thymian, Wermut, Liebstöckel, Estragon, Kerbel, Majoran und Rosmarin.

Bei Pitta-Störungen und Übersäuerung hat sich der leicht bittere Aloe Vera Saft bewährt, der die Verdauung unterstützt.

Nahrungsmittel mit herbem (zusammenziehenden) Geschmack

Äpfel, Birne, Quinoa, Buchweizen, Hülsenfrüchte, Tofu, Bohnen, Sprossen
Granatäpfel sind ebenfalls bitter und herb, obwohl der vordergründige Geschmack sauer ist. Sie sind im Sommer besonders empfehlenswert als Saft, Salatbeigabe oder Chutney, denn sie gleichen Pitta aus und wirken wohltuend auf das Herz.

Die sorgfältige Zusammenstellung unserer Mahlzeiten und das richtige Mass bedeuten nicht nur körperliche, sondern auch geistige Zufriedenheit und erhöhte Vitalität.